#2 Themen finden: wo eure Themen liegen – und wie KI euch beim Sammeln hilft

„Wir haben keine Themen.“ 
Das ist ein Satz, den ich oft höre – und fast immer stimmt er nicht.

Denn in den meisten Organisationen passiert jeden Tag genug: Projekte, Entscheidungen, Servicefragen, Herausforderungen, Verbesserungen, Menschen, die Dinge möglich machen. Das sind Themen.

Das Problem ist nur: Sie liegen nicht als Liste vor, sondern sind verteilt – in Köpfen, Meetings, Projektplänen und E-Mail-Verläufen.

Themenfindung ist deshalb weniger ein Kreativitätsproblem als ein Sammelproblem.

Der wichtigste Schritt: ein Themenspeicher

Bevor ihr über Redaktionspläne oder Tools nachdenkt, braucht ihr einen Ort, an dem Themen landen.
Nicht perfekt, nicht hübsch – nur zuverlässig.

Ein Themenspeicher ist wie ein Vorratsregal:
Ihr müsst nicht jedes Mal einkaufen, wenn ihr kochen wollt.

Wo ihr Themen zuverlässig findet (intern)

1) Projekte & Meilensteine
Alles, was sich entwickelt, ist kommunikativ nutzbar: Etappen, Fortschritte, Herausforderungen, Lösungen, Zusammenarbeit. Ein Projekt ist nicht nur „fertig oder nicht fertig“.

2) Service & Alltag
Viele Unternehmen unterschätzen, wie stark einfache, hilfreiche Themen wirken. Stakeholder wollen oft vor allem: Klarheit. Was passiert wann? Was bedeutet das? Was muss ich beachten?

3) Menschen
Menschen machen Kommunikation nahbar: Bauleitung, Technik, Quartiersmanagement, Kundenservice, Azubis, neue Kolleg:innen. Hier entstehen Einblicke, die Vertrauen schaffen.

Wo ihr Themen findet (extern)

Draußen laufen Themen, die euer Umfeld prägen: Energie, Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel, Regulierung, Förderung, Stadtentwicklung, Digitalisierung.
Ihr müsst nicht kommentieren. Aber ihr könnt eure Perspektive anbieten:

  • Was bedeutet das konkret bei euch?
  • Was tut ihr bereits?
  • Welche Lösungen nutzt ihr?
  • Welche Missverständnisse gibt es?

So werdet ihr anschlussfähig – ohne in Debatten „hineingezogen“ zu werden.

Feste Termine vs. flexible Themen

Damit euer Themenpool planbar wird, unterscheidet ihr zwei Arten:

  • Feste Termine: alles, was fix ist (Meilensteine, Events, Eröffnungen, Bilanz etc.)
  • Flexible Themen: alles, was zeitlich unkritisch oder nicht an einen bestimmten Zeitpunkt gebunden ist (FAQ, Einblicke, „Kurz erklärt“, Porträts)

Feste Termine geben Struktur. Flexible Themen füllen Lücken.

KI als Turbo fürs Sammeln

Fragt ChatGPT nach 100 Themen zu eurem Unternehmen und eurer Branche – denn die KI wird ja nicht müde: „Schlage mir 100 Themen für die Unternehmenskommunikation eines kommunalen Wohnungsbauunternehmens/ einer Genossenschaft vor.“

KI ist besonders stark darin, Themen zu „öffnen“. Aus einem Stichwort macht ihr:

  • Unterthemen
  • typische Fragen aus Stakeholder-Sicht
  • Formate für Blog, LinkedIn, Newsletter
  • mögliche Missverständnisse, die ihr proaktiv klären könnt

Beispielprompt:

„Gib mir 10 Unterthemen und 10 Fragen, die Stakeholder zum Thema X stellen könnten. Bitte inkl. Ideen für Blog, LinkedIn und kurze Infoformate.“

Das Ergebnis: Ihr habt nicht nur Themen, sondern bereits Anknüpfungspunkte, die euch das Schreiben später erleichtern.

Im nächsten Blogeintrag zeige ich euch, wie ihr eine Routine für das Sammeln und Aufbereiten von Themen etabliert – mit dem Tiny Newsroom. 

👉 Wenn ihr euren Themenspeicher strukturiert aufsetzen wollt – inklusive KI-Vorlagen und klarer Sammelroutine – begleite ich euch gern beim Aufbau und bei den ersten Schritten Richtung Umsetzung.

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