#3 Themenhierarchien: So bleibt eure Kommunikation klar – trotz Ideenflut und KI

Ihr habt jede Menge Themen und KI liefert weitere Ideen, toll! Aber manche Themen sind dabei wichtiger als andere; nämlich die, die auf Unternehmensziele einzahlen. Bei Unternehmen der Wohnungswirtschaft sind das beispielsweise bezahlbaren Wohnraum schaffen oder Wohnungen vermieten. Ohne Fokus entsteht kein Profil.

So erstellt ihr Themenhierarchien aus Zielen und denkt Kernthemen stakeholderorientiert:

Was ist eine Themenhierarchie?

Eine Themenhierarchie ist eine Sortierung eurer Themen nach Wichtigkeit – basierend auf Zielen.

Die Leitfrage ist simpel:

➡️ Zahlt dieses Thema auf unsere Unternehmens- und Kommunikationsziele ein?

Ihr könnt euch drei Ebenen vorstellen:

  1. Kernthemen: die Themen, für die ihr erkennbar stehen wollt (drei bis fünf pro Jahr reichen)
  2. unterstützende Themen: wichtig, aber nachrangig
  3. nice to have: kann, muss aber nicht

Diese Einteilung erleichert euch die Arbeit, weil ihr schneller entscheiden könnt. Außerdem bietet sie eine Argumentationsgrundlage gegenüber Kolleginnen und Kollegen, die „ihr“ Thema in euren internen und externen Kanälen kommuniziert haben wollen, obwohl es nicht auf die Unternehmens- und Kommunikationsziele einzahlt. 

Warum Fokus keine Einschränkung ist

Viele Teams denken: Wenn wir nur wenige Kernthemen wählen, wird es langweilig. Aber das Gegenteil passiert: Es wird klar.

Denn ein Kernthema ist keine einzelne Story, sondern ein Dach.
Darunter liegen Unterthemen, Perspektiven, Formate, Menschen, Beispiele.

Fokus bedeutet: Ihr müsst nicht alles gleichzeitig erzählen, sondern baut Wirkung auf.

Der Ziel-Check: so entscheidet ihr in 30 Minuten

Ihr braucht dafür kein Strategie-Offsite. Ein schneller Check reicht:

  1. Schreibt eure wichtigsten Ziele auf (Unternehmen + Kommunikation).
  2. Legt eure Themenliste daneben.
  3. Stellt zu jedem Thema drei Fragen:
    • Welches Ziel unterstützt es?
    • Welchen Nutzen hat es für Stakeholder?
    • Ist es wiederholbar und ausbaufähig?


Dann wählt ihr eure drei bis fünf Kernthemen.

Themenhierarchie funktioniert nur mit Perspektive

Ein Kernthema ist nur dann stark, wenn es anschlussfähig ist. Das bedeutet: Wenn es für Stakeholder, beispielsweise Journalistinnen und Journalisten, Kundinnen und Kunden interessant ist. Wenn ihr ein Thema nur aus Unternehmenssicht kommuniziert, wirkt es schnell wie „Unternehmensfunk“, der verpufft.

Stakeholder denken aber anders:

  • Was bedeutet das konkret?
  • Was ändert sich?
  • Was ist der Nutzen?
  • Was muss ich wissen?
  • Welche Sorgen sind damit verbunden?

 

Ein gutes Kernthema enthält diese Fragen bereits.

Die Herausforderung: Alle Themen so aufzubereiten, dass sie für eure Stakeholder interessant sind und ihnen Nutzen bringen.

KI als Sparringspartner für Hierarchie und Perspektive

KI kann euch sehr gut helfen, eure Hierarchie zu schärfen:

  • Themen clustern („Welche gehören zusammen?“)
  • Nutzenargumente formulieren
  • Perspektiven entwickeln („Wie klingt das aus Sicht von …?“)
  • Missverständnisse identifizieren („Was könnte falsch verstanden werden?“)


Wichtig bleibt: Ihr trefft die Entscheidung.

Ergebnis: Klarheit + bessere Entscheidungen im Alltag

Wenn eure Themenhierarchie steht, gewinnt ihr:

  • ein Profil („Wofür stehen wir?“)
  • einen Filter („Passt das rein?“)
  • schnelleres Arbeiten (weil Wiederholung erlaubt ist)
  • bessere Planung (weil Kernthemen die Pipeline füllen)


👉 Wenn ihr eure Kernthemen aus Zielen ableiten und in eine klare, stakeholderorientierte Themenhierarchie übersetzen wollt, begleite ich euch gern – vom Fokus bis zur Umsetzung in konkrete Inhalte.

Im nächsten Blogeintrag zeige ich euch, wie ihr eure wichtigen Themen strukturiert, planmäßig aufbereitet und in einen regelmäßigen Output umsetzt – mit dem Tiny Newsroom.

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